Wie LiDAR durch Bäume blickt, um das Bodenrelief zu kartieren
Aus der Vogelperspektive wirkt ein Blätterdach oft vollkommen geschlossen, doch zwischen Blättern, Ästen und Nadeln verbergen sich unzählige winzige Lücken. Drohnen-LiDAR nutzt genau diese Zwischenräume aus, indem es Hunderttausende Laserpulse pro Sekunde aussendet, sodass viele Impulse durch das Geäst dringen und den Boden erreichen.
Dies ist der Hauptgrund, warum LiDAR in bewaldetem Gelände der klassischen Photogrammetrie weit überlegen ist. Eine Kamera erfasst nur die von oben sichtbare Oberfläche, während LiDAR sämtliche Echos jedes Pulses speichert, einschließlich jener, die bis zum Erdboden gelangt sind.
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Wie die Technologie der Kronendurchdringung funktioniert
Aussendung hochdichter Laserpulse
Der Sensor sendet Hunderttausende Pulse pro Sekunde aus, wodurch statistisch viele Strahlen Lücken im Kronendach finden.
Erfassung mehrerer Echos (Multiple Returns)
Ein Puls kann von der Baumspitze, mittleren Ästen und dem Boden als separate 3D-Punkte reflektiert werden.
Isolierung des letzten Echos (Last Return)
Die Software filtert das letzte Echo jedes Pulses heraus, welches mit höchster Wahrscheinlichkeit die Bodenoberfläche darstellt.
Bodenklassifizierungs-Algorithmus (Ground Classification)
Automatisierte Filter trennen reale Geländepunkte von Vegetation und Rauschen anhand topografischer Höhenmuster.
Erstellung des Geländemodells (Bare Earth DGM)
Das digitale Geländemodell (DGM) bildet das Bodenrelief so ab, als hätte es nie einen Baumbestand gegeben.
Selbst in sehr dichtem Wald mit 90 Prozent Kronenschluss liefert eine ausreichend hohe Punktdichte genügend Bodentreffer für ein hochpräzises Geländemodell.
Der Wald ist niemals völlig geschlossen. LiDAR muss nur genügend Pulse aussenden, um die offenen Lücken zu finden.
Wo diese Technologie unverzichtbar ist
Forstbiomasse-Studien, Geländemodellierung unter Baumbestand und Trassenvermessungen durch Waldgebiete basieren auf dieser Methode. Unser Drohnenvermessungsteam setzt hochdichte LiDAR-Scans speziell für bewaldete Projektflächen ein.
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Beschreiben Sie uns Ihr Areal und wir erläutern Ihnen, wie eine LiDAR-Befliegung verlässliche Geländedaten liefert.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
LiDAR sendet Hunderttausende Laserpulse pro Sekunde aus; viele davon passieren winzige Blattlücken, treffen auf den Boden und werden reflektiert.
Es bezeichnet die getrennte Erfassung mehrerer Echos eines einzelnen Laserpulses, wenn dieser an Krone, Ästen und Boden reflektiert wird.
Nein, kamerabasierte Photogrammetrie erfasst nur die von oben sichtbare Oberfläche und kann das Kronendach nicht durchdringen.
Ein digitales Geländemodell (DGM), aus dem sämtliche Vegetation und Bauten herausgefiltert wurden, um nur den nackten Boden darzustellen.
Dichter Wald verringert den Anteil der Bodenpulse, aber durch Erhöhung der Pulsrate wird weiterhin ein hochpräzises Geländemodell erzeugt.
Ein automatisierter Algorithmus, der Bodenpunkte in der 3D-Punktwolke von Vegetation und Stördaten trennt.
Weil das letzte Echo die tiefste vom Laser erreichte Schicht darstellt, was unter Bäumen meist der Erdboden ist.
Ja, durch die gleichzeitige Erfassung von Kronenhöhe und Geländeniveau lassen sich Holzvolumen und Biomasse exakt berechnen.
Ja, da LiDAR ein aktives Lasersystem ist und kein Sonnenlicht benötigt, arbeitet es tagsüber und nachts gleichermaßen präzise.
Forstwirtschaft, Freileitungsinspektion, Straßen- und Bahntrassierung sowie der Bergbausektor.
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