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Wie LiDAR durch Bäume blickt, um das Bodenrelief zu kartieren

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24 Jan 2026 Trishunya Team
Wie LiDAR durch Bäume blickt, um das Bodenrelief zu kartieren
Drohnen-LiDAR · Forstwirtschaft & Kronenkartierung

Wie LiDAR durch Bäume blickt, um das Bodenrelief zu kartieren

📅 24 Jan 2026 ⏱️ 3 Min. Lesezeit 🏷️ Forstvermessung TI Trishunya India

Aus der Vogelperspektive wirkt ein Blätterdach oft vollkommen geschlossen, doch zwischen Blättern, Ästen und Nadeln verbergen sich unzählige winzige Lücken. Drohnen-LiDAR nutzt genau diese Zwischenräume aus, indem es Hunderttausende Laserpulse pro Sekunde aussendet, sodass viele Impulse durch das Geäst dringen und den Boden erreichen.

Dies ist der Hauptgrund, warum LiDAR in bewaldetem Gelände der klassischen Photogrammetrie weit überlegen ist. Eine Kamera erfasst nur die von oben sichtbare Oberfläche, während LiDAR sämtliche Echos jedes Pulses speichert, einschließlich jener, die bis zum Erdboden gelangt sind.

Funktionsweise von LiDAR zur Vermessung des Bodens durch Baumkronen
Laserpulse dringen durch Kronenlücken, um die reale Geländehöhe unter dem Wald präzise zu erfassen.
Multi-Echo
Echos erfasst pro Laserpuls
cm-Bereich
Boudengenauigkeit unter Baumkronen
0%
Kronendurchdringung von Fotokameras

Erleben Sie die Kronendurchdringung in Echtzeit

Live-Penetrationssimulation

Grüne Linien stellen LiDAR-Pulse dar, die Lücken finden und den Boden erreichen, während rote Linien Kamerastrahlen zeigen, die im Kronendach blockiert werden.
LiDAR speichert jedes Reflexionsecho, während Luftbilder nur die oberste Schicht erfassen.

Passen Sie die Kronendichte an

Interaktiver Kronendichtetest

Verschieben Sie den Schieberegler, um zu sehen, wie sich die Walddichte auf den Prozentsatz der am Boden ankommenden Laserpulse auswirkt.
50% Kronenabdeckung

Testen Sie Ihren eigenen Laserpuls

Klicken Sie auf den Kronenbereich, um einen Puls abzufeuern

Klicken Sie auf das grüne Band, um zu prüfen, ob Ihr Laserpuls den Erdboden durch die Lücken erreichen kann.
Probieren Sie verschiedene Stellen aus. Echtes LiDAR sendet Millionen von Pulsen aus, um den Boden statistisch vollständig zu erfassen.

Wie die Technologie der Kronendurchdringung funktioniert

1

Aussendung hochdichter Laserpulse

Der Sensor sendet Hunderttausende Pulse pro Sekunde aus, wodurch statistisch viele Strahlen Lücken im Kronendach finden.

2

Erfassung mehrerer Echos (Multiple Returns)

Ein Puls kann von der Baumspitze, mittleren Ästen und dem Boden als separate 3D-Punkte reflektiert werden.

3

Isolierung des letzten Echos (Last Return)

Die Software filtert das letzte Echo jedes Pulses heraus, welches mit höchster Wahrscheinlichkeit die Bodenoberfläche darstellt.

4

Bodenklassifizierungs-Algorithmus (Ground Classification)

Automatisierte Filter trennen reale Geländepunkte von Vegetation und Rauschen anhand topografischer Höhenmuster.

5

Erstellung des Geländemodells (Bare Earth DGM)

Das digitale Geländemodell (DGM) bildet das Bodenrelief so ab, als hätte es nie einen Baumbestand gegeben.

Selbst in sehr dichtem Wald mit 90 Prozent Kronenschluss liefert eine ausreichend hohe Punktdichte genügend Bodentreffer für ein hochpräzises Geländemodell.

Der Wald ist niemals völlig geschlossen. LiDAR muss nur genügend Pulse aussenden, um die offenen Lücken zu finden.

Wo diese Technologie unverzichtbar ist

Forstbiomasse-Studien, Geländemodellierung unter Baumbestand und Trassenvermessungen durch Waldgebiete basieren auf dieser Methode. Unser Drohnenvermessungsteam setzt hochdichte LiDAR-Scans speziell für bewaldete Projektflächen ein.

Haben Sie ein bewaldetes Gelände zu vermessen?

Beschreiben Sie uns Ihr Areal und wir erläutern Ihnen, wie eine LiDAR-Befliegung verlässliche Geländedaten liefert.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

LiDAR sendet Hunderttausende Laserpulse pro Sekunde aus; viele davon passieren winzige Blattlücken, treffen auf den Boden und werden reflektiert.

Es bezeichnet die getrennte Erfassung mehrerer Echos eines einzelnen Laserpulses, wenn dieser an Krone, Ästen und Boden reflektiert wird.

Nein, kamerabasierte Photogrammetrie erfasst nur die von oben sichtbare Oberfläche und kann das Kronendach nicht durchdringen.

Ein digitales Geländemodell (DGM), aus dem sämtliche Vegetation und Bauten herausgefiltert wurden, um nur den nackten Boden darzustellen.

Dichter Wald verringert den Anteil der Bodenpulse, aber durch Erhöhung der Pulsrate wird weiterhin ein hochpräzises Geländemodell erzeugt.

Ein automatisierter Algorithmus, der Bodenpunkte in der 3D-Punktwolke von Vegetation und Stördaten trennt.

Weil das letzte Echo die tiefste vom Laser erreichte Schicht darstellt, was unter Bäumen meist der Erdboden ist.

Ja, durch die gleichzeitige Erfassung von Kronenhöhe und Geländeniveau lassen sich Holzvolumen und Biomasse exakt berechnen.

Ja, da LiDAR ein aktives Lasersystem ist und kein Sonnenlicht benötigt, arbeitet es tagsüber und nachts gleichermaßen präzise.

Forstwirtschaft, Freileitungsinspektion, Straßen- und Bahntrassierung sowie der Bergbausektor.

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